Bauernmärkte im Elbetierpark Hebelei

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Aktuelles und Neues




Am 3.Oktober 2017 findet der Bauernmarkt im Elbe-Tier-Park unter dem Motto "Pekingentenmarkt" statt.

Leider, ja jede Woche stirbt eine Haustierrasse oder ein Nutztier aus. Warum? - Die Erklärung hierzu ist das wir Menschen immer mehr und vor allem schnell Lebensmittel benötigen. Ein Huhn möchte am besten "zwei Eier am Tag legen...." damit es gut genug ist und die Kuh am besten die Milch einer ganzen Herde produzieren. Schafwolle zum Beispiel ist nicht mehr angesagt und wurde durch Baumwolle abgelöst. Dies sind nur einige Beispiele warum Haustiere aussterben. Sie können einfach mit den Hochleistungsrassen nicht mehr mit halten.

Warum sollten wir diese Rassen erhalten eine Rinderrasse reicht doch auch? Die alten Haustierrassen sind oft auf ganz bestimmte Eigenschaften gezüchtet wurden. Heidschnucken-Schafe zum Beispiel, kommen sehr gut mit dem feucht nassen Klima Niedersachsens zurecht. Carmague-Pferde aus Frankreich leben in Sümpfen und sind besonders resistent gegen Mückenstiche bzw. durch diese verursachte Krankheiten. Das heißt also vom Aussterben bedrohte Haustierrassen besitzen Eigenschaften, die den Hochleistungsrassen fehlen, deshalb sind sie wichtige Genreserve und schützenswertes Kulturgut zu gleich.

Jedes Jahr wird von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. ein Vertreter ausgewählt das Thema bekannt zu machen. In diesem Jahr sind es alte Regionale Entenrassen und anstatt einem Vertreter wurden dieses Jahr gleich drei Rassen ausgelobt, um die noch vorhandene zerbrechliche Vielfalt der verschiedenen Regionen besonders hervor zu heben und deutlich zu machen. Die Deutsche Pekingente, die Orpingtonente aus England und die Warzenente aus Südamerika sind als Stellvertreter ausgewählt wurden.

Alle drei Rassen sind heute sehr gefährdet weil sie zu wenig Fleisch bringen oder Züchter die Auflagen zur Stallpflicht in den sich immer häufenden Vogelgrippejahren nicht mehr erfüllen können.


Die Deutsche Pekingente ist eine viel seitige Nutzund Wirtschaftsente, auffällig ist ihre aufrechte, pinguinartige Haltung ähnlich denn Indischen Laufenten. Sie geht zuchtgeschichtlich auf eine im Südosten Asiens beheimatete hoch aufgerichtete Ente im Pinguintyp zurück. Diese wurde 1873 in die USA und nach England importiert und kam später bis nach Deutschland.

Durch ihre hervorragenden Nutzeigenschaften fand die Pekingente schnell ihren Platz in der Landwirtschaft. Die Zuchtziele der einzelnen Länder unterschieden sich, so dass ab 1910 der Vorsatz "Deutsche" Pekingente entstand, um die unterschiedlichen Zuchtrichtungen zu unterscheiden.

Die Deutsche Pekingente ist eine wetterharte, wirtschaftliche Ente mit vorzüglicher Fleischqualität, zudem liefert sie hochwertige Daunen, bei einer Legeleistung von 50-60 Eiern (Eigewicht:70g) pro Ente und Jahr. Erpel können 3,5 kg und Enten 3 kg schwer werden. Neben der aufrechten Haltung zeigt die Deutsche Pekingente einen rechteckigen, massiven Körper mit angezogenem Hinterteil. Wichtige Kopfattribute sind der waagerechte kurze Schnabel, die volle Stirn und die breiten Backen. Die Farbe ist weiß mit möglichst gleichmäßig gelbem Anflug. Das Obergefieder ist glatt, das Untergefieder mit reichem Daunenanteil. Die Qualität der Daunen reicht an die von Gänsen heran. Die schweren Enten können flatternd etwas vom Boden abheben, flugfähig sind sie jedoch nicht. Seit 1996 schwanken die Bestände der Deutschen Pekingente zwischen 400 bis 520 Tieren. Bei der Bestandserfassung im Jahr 2013 wurden 147 Erpel und 313 weibliche Tiere erfasst, damit wird die Rasse auf der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V. (GEH) als "gefährdet" eingestuft.


Die Orpingtonente ist eine einfarbig, ledergelbe Ente, die eine besonders hohe Legeleistung (80 Eier im Jahr/ 70g schwer) vorweist. Ende des 19. Jahrhunderts erzüchtete der Engländer William Cook die Orpingtonente. Wie bei dem Orpingtonhuhn benannte er die Rasse nach seinem Wohnsitz, dem Orpington-House bei St. Mary Cray (Kent). Er hütete das Geheimnis der Erzüchtung Zeit seines Lebens. Die Zusammenstellung der Ausgangsrassen wird sein Geheimnis bleiben, festzustehen scheint, dass Cook Landenten mit waagerechter Haltung und geräumigem Rumpf, mit der aus Südostasien stammenden, aufrecht stehenden Laufente und weiteren Rassen kreuzte. Alte Schriften aus den frühen 1920er Jahren weisen darauf hin, dass es neben den heute bekannten gelben Orpingtonenten auch welche in Blau mit Latz, sowie schokoladenfarbige mit kleinem Latz gegeben hat. Die Orpingtonente wird dank ihrer hohen Wirtschaftlichkeit sehr geschätzt. Die Zweinutzungsente verbindet einen guten, reichlichen Fleischansatz mit geringem Fettgehalt mit einer ansehnlichen Legeleistung. Nachdem Salmonellen in Enteneiern aufgetreten waren wurde 1936 die "Verordnung über Enteneier" erlassen. Durch die scharfen gesetzlichen Bestimmungen ging ein wichtiger Anreiz zur Haltung der Orpingtonente und anderer Legeenten verloren. Tatsächlich sind Enteneier häufiger von Erregern befallen, als Hühnereier, das ist darauf zurückzuführen, dass sich Enten mehr in feuchten Bereichen und im Wasser aufhalten, wo sich die Erreger besser halten können. Beim Kochen oder Backen werden mögliche Erreger abgetötet. Enteneier haben einen höheren Dotteranteil und schmecken intensiver.

Die wetterharte, raschwüchsige Ente besitzt ein ledergelbes Gefieder mit hellem Untergefieder. Die männlichen Tiere (3kg schwer) unterscheiden sich von den weiblichen (2,5 kg) durch einen dunkelbraun gefärbten Kopf. Charakteristisch ist die halb aufgerichtete Körperhaltung der Orpingtonente, die auf die Verwandtschaft mit der Laufente zurückzuführen ist. Die beweglichen Tiere lassen sich gut in größeren Herden halten. Große Ausläufe werden futtermäßig gut ausgenutzt. Seit dem Jahr 2000 schwankt der Bestand zwischen 350 und 590 Tieren. Im Jahr 2013 wurden 249 weibliche und 110 männliche Tiere erfasst. Die Orpington Ente steht auf der Roten Liste der GEH in Kategorie II "gefährdet".


Die Warzenente ist äußerst flugfähig. Es handelt sich bei der Warzenente um die Domestizierte Form der Moschusente aus Südamerika. Sie sind also nicht mit unseren Hausenten verwandt und bilden eine eigene Art. Sie wurde von den amerikanischen Ureinwohnern seit Jahrhunderten gehalten. Im Jahre 1514 brachten spanische Schiffe diese Entenart das erste Mal nach Europa. Von da aus erfolgte eine rasche Verbreitung nach Afrika, Madagaskar und dem tropischen Asien. Tiere dieser Rasse kamen erstmals im 18. Jahrhundert nach Deutschland, erst in den 1940er Jahren wurde aber ein einheitlicher Rassestandard für Warzenenten festgelegt. Die Rasse erreichte in der DDR einen Zuchtstand auf höchstem Niveau, dort wurde sie staatlich gefördert und wissenschaftlich bestens betreut. Nach der Wende wurde die Warzenentenzucht großflächig aufgegeben, nur noch Liebhaber hielten an der Rasse fest. Die Warzenente wird mitunter auch als auch als Stumm-, Flug-, Türken-, Moschus-, Bisam- oder Barbarie-Ente (von franz. Canard de Barbarie) bezeichnet. Geflügelhändler und auch der Handel spricht immer noch von der "Flugente", da sich mit diesem Namen bessere Gewinne erzielen lassen.

Sie ist widerstandsfähig, schnellwüchsig und liefert besonders mageres Fleisch. Im Gegensatz zu den Hausenten können Warzenenten nicht quaken, daher die Bezeichnung "Stummente". Obwohl diese Tiere ein beachtliches Gewicht erreichen, sind sie durch ihre muskulösen und großen Flügel flugfähig. Auch die Daunen dieser Tiere werden häufig genutzt. Typischerweise ist der Erpel (4-5 kg schwer) erheblich größer als die Ente (3kg schwer) und besitzt keine Schwanzlocke. Warzenenten haben einen breiten und langgestreckten Körper, einen S-förmigen Hals mit großem Kopf und flacher Stirn. Der Name bezieht sich auf die mit flachen Warzen bedeckten Gesichtshaut und die Stirnwarze. Die ursprünglichen Farbschläge, die vor 1930 schon gezüchtet wurden sind blau, blau-gescheckt, blau-wildfarbig, braun-gescheckt, braun-wildfarbig, schwarz-gescheckt, weiß, wildfarbig, wildfarbig mit Latz. Die frohwüchsigen, brutfreudigen (40 Eier pro Jahr/80g schwer), sehr fruchtbaren Warzenenten haben zudem gute Muttereigenschaften, Enten führen ihre Küken gut und sicher. Das Fleisch ergibt einen schmackhaften Braten.

Seit dem Jahr 2000 hat der Bestand der Warzenenten in Deutschland von 5418 auf 3612 Tiere rapide abgenommen. Er setzte sich 2013 aus 2545 weiblichen und 1067 männlichen Tieren zusammen. Auf der Roten Liste der GEH findet sich die Warzenente in der Kategorie IV "Vorwarnstufe". Weitere Infos zu alten Haustierrassen und zur Agrobiodiversität (Vielfalt in der Landwirtschaft) erhalten Sie auf den Infotafeln und der Homepage des Elbe- Tier-Park Hebelei und unter www.g-e-h.de






Auch in der Saison 2017 bieten wieder über 40 verschiedene Direktvermarkter ihre frischen Waren an. In diesem Jahr gibt es wieder 10 thematische Bauernmarkttermine. Der Märzbauernmarkt hat das Thema "Tag der gesunden Ernährung". Der Kauf direkt erzeugter Produkte garantiert Ihnen dabei auch wirklich gesunde und unbelastete natürliche Nahrungsmittel. Der kurze Weg direkt zum Verbarucher ist aktiver Umweltschutz. Eine Bastelstraße wird die kleinen Gäste begeistern. Die großen Gäste können der Weil frisches Obst und Gemüse, Ziegen- und Schafskäsespezialitäten, Pilzpuffer, süßen Honig, echte Wasserbüffelwurst und Steinofenbrot kaufen. Ein Besuch im Elbe-Tierpark Hebeleisollte auf gar keinen Fall fehlen. Den hier hat der Frühling schon längst bekonnen. Die süßen Zwergziegenlämmer, Minischweinferkel und Lämmer freuen sich auf Ihren Besuch.


Öffnungszeiten Bauernmarkt: 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Öffnungszeiten Elbe-Tier-Park
Winter: (November bis März) 9:00 bis Einbruch der Dunkelheit
Sommer: (April bis Oktober) 9:00 bis 18:00 Uhr - Sonderöfnungszeiten sind möglich!


VORGEMERKT: AKTUELLE TERMINE 2017 ALLER VERANSTALTUNGEN UND DETAILS

erfahren Sie unter : www.meissnerkalender.de

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Ein Rückblick....!
Am 16.06. 2012 spielte Irish-Folk-Band "Greenpeackers" aus Dresden im Elbe-Tier-Park Hebelei.

www.greenpeckers.de


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